Hinter jedem aufgeräumten Raum steckt ein verändertes Leben.
Meins hat sich verändert, und zwar nicht, weil ich ein Ordnungstalent bin. Sondern weil ich selbst an einem Punkt war, an dem zu viel einfach zu viel war.
Helmut Leiner
Aufgewachsen zwischen Dingen, die man „für später“ aufhebt.
Meine Eltern sind in der Nachkriegszeit geboren, einer Generation, die gelernt hat, Dinge gut aufzubewahren. Man weiß ja nie, wofür man etwas noch brauchen könnte. Diese Haltung prägte unser Zuhause: Schubladen waren gut gefüllt, im Keller fand sich für vieles ein Platz, und auf dem Dachboden lagerten Dinge, die vielleicht irgendwann noch nützlich sein könnten.
Ich verstand das, aber ich spürte auch früh: Ich brauche Platz. Platz zum Atmen. Platz zum Denken. Also begann ich zu räumen. Und stieß dabei sofort auf Widerstand, von außen und von innen. Denn Loslassen ist nie nur eine Frage der Dinge.
Widerstand beim Aufräumen hat fast nie mit den Dingen selbst zu tun.
Ein Zimmer mit 20 m² und das freieste Gefühl meines Lebens.
Kurz davor hatte ich einen Schlaganfall. Mit Ende zwanzig, mitten im Berufsleben. Diese Tage haben mir sehr deutlich gezeigt, wie schnell alles vorbei sein kann und wie stark man von einem Moment auf den anderen eingeschränkt sein kann. Daraus entstand der Wunsch, noch einmal neu durchzustarten.
Mit 28 traf ich eine Entscheidung die viele für verrückt hielten: Nach zehn Jahren Vollzeitarbeit fing ich an zu studieren. Vollzeit, mit einem Bruchteil meiner bisherigen finanziellen Mittel. Getragen hat mich dabei das Selbsterhalterstipendium, meine Ersparnisse und die Unterstützung meiner Eltern.
Ich zog aus meiner eigenen Wohnung in eine 6er-WG. Mein Zuhause schrumpfte auf 20 Quadratmeter. Ich trennte mich von Möbeln, von Kleidung, von Dingen die ich jahrelang mit mir getragen hatte. Ich verkaufte mein Auto. Am schwersten fiel mir der Abschied von meinen Pokalen und Medaillen aus den Stocksport-Meisterschaften. Seitdem weiß ich, wie es ist, wenn ein Ding mehr ist als ein Ding.
Und dann passierte etwas Unerwartetes: Ich fühlte mich freier als je zuvor. Nicht trotz des Weniger, sondern wegen ihm.

Ein Rucksack. Drei Jahre. Eine Lebenshaltung.
In dieser Zeit begann ich zu reisen, aber anders als vorher. Nur mit Handgepäck. Ein kleiner Rucksack, alles was ich brauche, nichts was mich bremst. Ich mache es bis heute so. Drin sind Toilettetasche, Reisehandtuch, Badehose, Unterwäsche, Socken, ein Sportshirt, Kappe, Sonnenbrille, Trinkflasche und mein Laptop. Mehr brauche ich nicht.
Diese Art zu reisen wurde zu einer Philosophie. Ich entdeckte die Welt der Minimalisten, The Minimalists und Marie Kondo, und erkannte: Das war kein Trend für mich. Das war mein Lebensgefühl.
Ich sehe den Sinn des Lebens in Momenten mit Menschen, nicht in Dingen.
Was ich aus drei Berufen mitbringe.
Aus der Gartengestaltung bringe ich den Blick für Räume mit: Ich erkenne schnell, wo Wege blockiert sind, wo Licht fehlt und wo dein Zuhause mehr Luft braucht. In der Zugdisposition habe ich gelernt, ruhig zu bleiben und klar zu entscheiden, wenn vieles gleichzeitig passiert. Diese Gelassenheit bringe ich mit, auch an Tagen, an denen dir gerade alles über den Kopf wächst.
Sechs Jahre IT-Unternehmensberatung haben mich gelehrt, komplexe Systeme zu vereinfachen. Und noch etwas: Ich erkenne gut, was Menschen brauchen, damit sie mit einem neuen System auch arbeiten wollen. Ein System, das niemand annimmt, bleibt eine Idee. Genau das tue ich bei dir: Ich entwickle mit dir ein Ordnungssystem, das zu deinem Alltag passt und das auch dann noch funktioniert, wenn ich längst wieder gegangen bin.
Mein Studium in Betriebswirtschaft und Innovationsmanagement und die laufende Ausbildung zum zertifizierten Ordnungscoach am Center for Professional Organizers untermauern das fachlich. Am Ende soll dir mehr Zeit bleiben für die Menschen und Momente, die dir wichtig sind.
Natur, Bewegung und Momente die bleiben.
Du findest mich beim Mountainbiken in den Bergen, beim Wandern, auf der Yogamatte, in der Meditation oder bei gemeinsamer Zeit mit Freunden. Und oft auf Kunstausstellungen, weil gute Kunst, genau wie ein aufgeräumter Raum, Stille schafft. Mein Wien ist der 2. Bezirk: der Grüne Prater und danach das Lokal „Zur Legende“.
Was mich antreibt? Anderen Menschen dieses Gefühl zu geben, das ich selbst erfahren durfte. Die Leichtigkeit die entsteht, wenn man loslässt was einen nicht mehr trägt.

Zertifizierter Ordnungscoach
Nur Handgepäck seit Jahren
Meine Werte
Kein Urteil
Jedes Zuhause erzählt eine Geschichte. Ich bin nicht da um zu bewerten, sondern um zu verstehen und zu helfen.
Dein Tempo
Loslassen braucht Zeit. Ich begleite dich, ohne Druck, ohne Checklisten die nicht zu dir passen.
Eine Frage
Was löst dieser Gegenstand in dir aus? Mehr brauche ich nicht, um mit dir zu arbeiten. Die Antwort kennst nur du.
Menschen vor Dinge
In den Worten der Minimalists: Love People, Use Things. Das ist nicht nur mein Motto, das ist meine Überzeugung.
Love People, Use Things.
Du musst das nicht alleine schaffen.
Wenn du bis hierher gelesen hast, beschäftigt dich das Thema wahrscheinlich schon länger. Ruf an oder schreib mir. Wir reden erst einmal nur, alles andere ergibt sich danach.